Male Extra : „Wir freuen uns jedes Mal auf diesen Tag”

Male Extra

Lange Schlangen gab es am Freitag nicht nur bei Media-Markt in der Eriagstraße. Auch im Saturn, dem Westpark, dem Ingolstadt Village und etlichen anderen Läden.
Lange Schlangen gab es am Freitag nicht nur bei Media-Markt in der Eriagstrae. Auch im Saturn, dem Westpark, dem Ingolstadt Village und etlichen anderen Lden.

Eberl

Ingolstadt

An der Innenstadt zog das groe Geschft dagegen eher vorbei.

Um 8.30 Uhr, und damit eine Stunde frher als sonst, ffnet der Media-Markt seine Tren. Kurz darauf ist der Laden an der Eriagstrae schon voll – und dass, obwohl das Unternehmen in diesem Jahr weniger Aktionspreise anbietet als im Vorjahr. Auf dem Parkplatz vor dem Markt sowie im Parkhaus findet man kaum noch einen Parkplatz. Im Laden drngen die Kunden aneinander vorbei. Vor den Kassen bildet sich eine lange Schlange. Sebastian Martini z Rohrbach hlt eine Playstation 4 in der Hand. Er kauft sie fr einen Freund, wie er erzhlt, whrend er geduldig wartet. Fr sich selbst hat er sich eine Surroundanlage gesichert. Am Black Friday im vergangenen Jahr habe er sich einen neuen Fernseher geholt, sagt er. „Ich wei, es ist gnstiger – także warum nicht?”

Shopping-Queens aus der Oberpfalz: Christiane (v.l.), Birgit, Susi, Heike, Melanie und Sabine kauften am Freitag in der Innenstadt ein. Wer ins Ingolstadt Village (Untere Bilder) wollte, musste mit Stau rechnen und viel Geduld aufbringen.
Shopping-Queens aus der Oberpfalz: Christiane (v.l.), Birgit, Susi, Heike, Melanie und Sabine kauften am Freitag in der Innenstadt ein. Wer ins Ingolstadt Village (Untere Bilder) wollte, musste mit Stau rechnen und viel Geduld aufbringen.

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Ingolstadt

Martina aus Vohburg, die ihren Nachnamen nicht nennen mchte, ist wegen einer neuen Kaffeemaschine gekommen. „Meine ist heute Morgen kaputtgegangen”, sagt sie. Mit dem Black Friday habe ihr Besuch gar nichts zu tun. „Wenn ich gewusst htte, was hier los ist, dann htte ich die Maschine morgen gekauft. Die war von Haus aus im Angebot.”

Daniel Weithofer aus Pfaffenhofen, der in Ingolstadt arbeitet, hat sich gerade einen Drucker gekauft. „Den habe ich gebraucht, aber deswegen bin ich nicht rein”, sagt er. Er habe generell schauen wollen, alles reduziert ist. Dass er einen neuen Drucker braucht, sei ihm dann erst beim Herumgehen eingefallen. Der Trubel stre ihn nicht, sagt Weithofer. „Der strt wohl eher die Mitarbeiter”.

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Als strend wrde Verkaufsleiter Victor Almeida den Andrang niemals bezeichnen. Ganz im Gegenteil: „Wir freuen uns jedes Mal auf diesen Tag, auch wenn's stressig ist”, sagt er. „Es ist der Beweis, dass der stationre Handel noch wertvoll ist.” Zwischen 10000 und 15000 Kunden werden bis zum Ende des Tages in den Laden gekommen sein. Das Media-Markt-Team arbeitet in voller Besetzung in zwei Schichten, selbst die Werber, die sonst nur die Produkte ihrer Firmen verkaufen, gehren an dem Tag zum Verkaufsteam. „Und der Wahnsinn geht morgen weiter”, sagt Almeida. Denn dann seien schon die ersten Onlinebestellungen eingetroffen, die dann abgeholt wrden.

Szenenwechsel. Mittag in der Fugngerzone. Einige Leute flanieren an den Stnden des Adventszaubers vorbei oder betreten einen Laden. Auch hier gibt es vereinzelt „Black-Friday” -Plakate. In den Lden befinden sich auch Kunden, nur: Der groe Ansturm bleibt aus. Wie wohltuend sind da 60 Frauen aus der Oberpfalz, die heute extra mit dem Bus aus Vilseck und Freihung angereist sind. „Wir machen jedes Jahr eine Weihnachtsfahrt mit dem Bus”, erzhlt Birgit. Zakupy am Vormittag, Christkindlmarkt am Nachmittag. Der Ablauf ist immer gleich, nur das Ziel ndert sich. Dieses Jahr fiel die Wahl auf Ingolstadt. Die Damen fallen auf, nicht nur wegen ihrer Nikolausmtzen, sondern auch, weil nicht ganz so viel los ist.

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Ingolstadt

Anders sieht das in den zwei groen Zentren am Rande der Stadt aus. Im Westpark herrscht den ganzen Tag ber Hochbetrieb – ebenso wie beim Ingolstadt Village. Das merkt man schon bei der Anfahrt zum Factory-Outlet-Center: Es staut sich. Einen Parkplatz zu finden, ist ein Glcksspiel. Viele Autos stehen schon an der Strae vor dem Kreisverkehr. „Seit 10 Uhr ist auf – und nach einer Viertelstunde war der Parkplatz voll”, sagt ein Parkanweiser unglubig. Es ist sein erster Dienst am Black Friday. „Ich mag gar nicht daran denken, was morgen ist”, sagter.

In den Gassen des Villages selbst geht es an diesem Nachmittag auch eng zu. Vor manchen Lden bilden sich lange Schlangen. „Es ist eine Katastrophe”, sagt eine Frau, die extra aus Mnchen hergekommen ist. Doch ihr Drang, heute ein paar Schnppchen zu ergattern, war grer als das Unbehagen angesichts der Menschenmassen. Ihren Namen będzie sie nicht nennen. Sie komme aus der Branche, es sei ihr eigentlich verboten, sich zu so etwas zu uern, sagt sie. Alle zwei, drei Monate komme sie hierher. Es sei auch schon mal vorgekommen, dass sie auch nach einer halben Stunde Suchen keinen Parkplatz gefunden habe. „Dann sind wir in die Innenstadt und haben dort einen Kaffee getrunken”.

Saturn: Ansturm direkt nach Ladenffnung

Zahlreiche Kunden haben die Sparangebote an Black Friday genutzt. Zum Saturn am Westpark kamen viele Menschen schon direkt nach Ladenffnung um Produkte mit hohem Preisnachlass zu kaufen. Vor allem fr Unterhaltungselektronik interessierten sich die zahlreichen Kunden.

Wideo: Czarny piątek nad Saturnem nad Westpark

(osadzenie) https://www.youtube.com/watch?v=3cUo33lGsN8 (/ embed)

Im Vorfeld hatten viele Einzelhndler mit hohem Preisnachlass und verschiedenen Angeboten geworben. Deswegen wollten sich viele Ingolstdter diese Gelegenheit nicht entgehen lassen.

Zum Saturn am Ingolstdter Westpark kamen schon vor Ladenerffnung um 9.30 Uhr einige Kunden, weswegen der Elektronikmarkt schon 15 Minuten frher seine Pforten ffnete. Im Laden zogen vor allem die Flachbildschirme und die Smartfony das Interesse auf sich, aber auch bei Haushaltsgerten und anderer Unterhaltungselektronik standen viele Kunden. An der Kasse bildete sich schon kurz nach Ladenffnung eine lange Schlange.

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