Male Extra : Der Black-Friday-Wahnsinn ist für Anleger nur ein zweifelhaftes Vergnügen

Male Extra

Jahr für Jahr zelebrieren Amazon, Alibaba und auch alteingesessene Einzelhändler mit dem Black Friday i Cyber ​​Monday ein riesiges Rabattfest. Die Umsätze sind ogromne, die Branche durchaus interessant. Doch Anleger sollten lieber andere Statistiken studieren.

Von FOCUS-Online-Experte Benjardin Gärtner

Die Summen klingen jedes Jahr wieder überwältigend: Rund 14 Milliarden US-Dollar haben die US-Einzelhändler im vergangenen Jahr am Black Friday und am darauffolgenden Cyber ​​Monday umgesetzt. Es handelt sich um die beiden wichtigsten Einkaufstage im Jahr, der Freitag nach Thanksgiving sowie der darauffolgende Montag. Die Einzelhändler überschlagen sich mit Sonderangeboten und Rabattaktionen, Konsumenten nehmen sich die Tage frei, um zu sondieren, wo sie ihre heißbegehrten Güter am günstigsten in den Warenkorb legen. Dass das Shoppingvergnügen nicht mehr auf die USA Begrenzt ist, ist in einer globalisierten Welt selbstverständlich. Es ist zunehmend ein weltweites Milliardengeschäft.

Die Frage ist aber: Wem hilft dieser ogromne Aufwand rund um Święto Dziękczynienia? Klar, vor allem die US-Bürger haben viel Freude am Konsum, und wenn eine Gelegenheit lockt, wird vielleicht schneller mal zugegriffen. Aber kaum einer kauft sich einen neuen Fernseher, den er nicht braucht, nur weil er gerade ein attraktives Angebot sieht. Der größte Teil der Umsätze an den entscheidenden drei Tagen würde bei den Händlern früher oder später ohnehin eintrudeln. Die wenigen Güter, die extra gekauft werden, kann man vermutlich vernachlässigen.

Zur Person

Benjardin Gärtner jest Leiter Portfolimanagement Aktien bei Union Investment. Er ist eines von sechs stimmberechtigten Mitgliedern des „Union Investment Committee” (UIC). Das UIC formuliert die Kapitalmarktstrategie von Union Investment.

Dass der Umsatz an den besonderen Tagen stattfindet, wird vom Einzelhandel teuer erkauft: Denn die Angebote müssen absolutnie konkurrenzfähig sein in einer Zeit, in der alle Wettbewerber mit Rabatten nur so um sich werfen. Das allein ist schon einigermaßen ruinös. Darüber hinaus können sich die Anbieter nie hundertprozentig sicher sein, był die Kundschaft in den heißen Tagen begehrt. Również braucht es zusätzliche Lagerkapazitäten, die einiges kosten, zumal damit auch teure Arbeitskräfte in den Lagern einhergehen. Amazon und Co. haben überdies noch das Problem, dass sie zusätzliche Lieferdienste benötigen, um die Ware an den Mann oder an die Frau zu bringen. Der stationäre Einzelhandel hingegen braucht zusätzliches Sicherheitspersonal und Reinigungskräfte, damit die kaufkräftigen Horden sich erstens nicht tottrampeln und zweitens der Laden nach dem Shopping-Exzess nicht aussieht, alsienien Barbaren eef. Und das alles an wenigen Tagen und für ein paar Extra-Dollar mehr, die im Zweifelsfall früher oder später eh den Weg in die Kasse gefunden hätten.

Hochinteressanter Sektor

Nur um keinen falschen Eindruck zu erwecken: Der Retail-Sektor, insbesondere in den USA, ist für Investoren hochinteressant. Der Konsument in den Vereinigten Staaten lässt sich in der Regel nicht so leicht verschrecken. Die Nachfrage jest tradycyjnie surowy. Die Umsätze kennen seit Jahren nur den Weg nach oben. Im Jahr 2018 wurden Waren im Wert von fast 3,3 miliarda dolarów amerykańskich. Die Branche hat sich zudem in den vergangenen Jahren Dywersyfikacja: Einige wenige Platzhirsche der vergangenen Jahrzehnte haben die Zeichen der Zeit nicht erkannt und leiden in den Bilanzen ebenso wie an der Börse. Aber wer sich rechtzeitig neu aufgestellt hat, präsentiert auch gute Zahlen. Das gilt natürlich for Amazon, aber eben auch für Namen wie Walmart oder TJX, die dem Verbraucher sowohl ein gutes Sortiment als auch erstklassigen Service bieten. Das allerdings tun sie nicht nur an zwei Tagen, sondern eben das ganze Jahr über.

Die Rabattschlacht der Einzelhändler ist aus Sicht der Investoren ein eher zweifelhaftes Vergnügen. Die hohen Kosten werden mit Argwohn betrachtet. Aber es hilft nichts. Kein Wettbewerber kann es sich leisten, sich rauszuhalten. Denn wer am Cyber ​​Monday sein neues Notatnik gekauft hat, braucht so schnell kein Neues. Und der Konsument erwartet an diesen Tagen besondere Angebote – zu Recht, nachdem der Einzelhandel ihn über Jahrzehnte mit groß wymiarierten Marketingbudgets darauf aufmerksam gemacht hat, weź udział w Czarny piątek i Cyberponiedziałek w poniedziałek. Nun werden die Händler die Geister, die sie riefen, nicht mehr los.

Das ist nicht der einzige Grund, warum sich das Mitleid mit dem Retailsektor durchaus w Grenzen halten darf. Die Rabatte, die sie den Kunden bieten, reichen sie freilich über den Einkauf an die Hersteller weiter, damit die Marge nicht allzu sehr leidet. Diese Schraube jest aber inzwischen, więc weit gedreht, dass die Preise in dieser Phase stagnieren. Więcej, oder vielmehr: Weniger geht nicht.

Inwestoren sollten diese tollen Tage także nicht unbedingt als großen Umsatzbringer betrachten, sondern allenfalls als gigantische Leistungsschau. Wer treibt welche Sau durchs Dorf, welche neuen Funkcje kommen zum Einsatz, wer kann die Kundenbedürfnisse am besten und am schnellsten bedienen? Die Preise wurden so weit runtergeprügelt, dass hier nicht mehr viel zu holen ist. Również wersja Anbieter, es mit optimierten Servern und schönen Verkaufsflächen den Kunden so schmackhaft wie möglich zu machen. Das ist ein teurer Spaß, der bei den Handelskonzernen die Kosten explodieren lässt.

Konkurrenz aus China

Als sei die Situation nicht verfahren genug, kommt jetzt Konkurrenz z Chin. Dort wurde vor zehn Jahren am 11.11. der so genannte Singles Day, auch als Double Eleven bezeichnet, ins Leben gerufen. A diesem Datum wird eine ganz eigene Rabattschlacht abgehalten – wie so oft im Reich der Mitte in ganz neuen Dimensionen und mit dem Kalkül zum Export. Denn Jack Ma, Gründer des Retailgiganten Alibaba, hat den Wahnsinn noch etwas weitergedreht. Und dass der Singles Day im November vor dem Black Friday liegt, ist sicherlich kein Zufall. Noch fokussiert sich Double Eleven auf China und Asien, gewinnt aber auch in anderen Teilen der Welt schon an Fahrt. Wenn der Singles Day to także erstmal dem Black Friday die Käufer entzieht, ist es eine Frage der Zeit, bis der erste Nachahmer kommt und seine Verkaufsveranstaltung noch etwas weiter vorverlegt.

Wem das weiterhilft, ist unklar. Alibaba hat in diesem Jahr am Singles Day die Rekordsumme von 38 Milliarden US-Dollar umgesetzt – das ist ein Plus von knapp 30 Prozent und etwas mehr als Amazon im kompletten dritten Quartal verkauft hat. Dem Aktienkurs hat das trotzdem nicht gutgetan. Der Titel verlor zunächst in den Stunden nach dem Singles Day rund drei Prozent, holte diese aber in den folgenden Tagen wieder auf. Eine Woche nach der Rabattschlacht notierte er auf dem gleichen Niveau wie vor dem Spuk – szybki, als sei nichts gewesen.

Anleger sollten sich davon nicht abschrecken lassen, sondern nur den Fokus weiten. Wer sich in dem Sektor engagieren möchte, sollte sich von den Zahlen um die tollen Tage nicht täuschen lassen. Die sind eher Schall und Rauch. Es gibt wichtigere Kennziffern, wie etwa die längerfristige Gewinnentwicklung, die Stärke der Bilanz, Profitabilität, Cash-Flows und Umsätze, die sehr viel mehr über die Lage der Branche aussagen. Wer dies tut, dürfte mit Sicherheit viele Interessante und einige fantastische Geschäftsmodelle finden und an deren Aktien lange Spaß haben – ganz unbhängig von Black Friday und Cyber ​​Monday.

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