Male Extra : Ritter wischt mit Marchefka mal gründlich durch

Male Extra

Der Schlagerstar lässt grüßen: „Flieg junger Adler hinaus in die Freiheit”, zaśpiewał Schlager-Cowboy Tom Astor einst. Die Fans des TSV Adler Handorf hatten vorm ersten Auftritt ihres Überraschungsteams aus der 1. Kreisklasse ein großes Banner ausgerollt, auf dem Textpassagen des Hits ebenso zu lesen waren wie der Spruch „Ein Dorf. Eine Liebe. Ein Verein ”. „Der Handorfer Jens Gaus hatte vorher extra den Block in der Silberkamphalle abgemessen”, verriet Kai Haberta vom Endrunden-Veranstalter TSV Eixe.

Gesangseinlagen: Die Fans vom SV Lengede, von Arminia Vöhrum i Adler Handorf waren the stimmgewaltigsten der PAZ-Cup-Endrunde 2020. Und mitunter auch herrlich kreativ. W Anspielung an ihre Rivalität zum Nachbarn und Endrunden-Gastgeber TSV Eixe skandierten die Vöhrumer zum Beispiel launchig: „Wer nicht hüpft, der ist ein Eixer, hej, hej!” Nach dem 8: 1-Kantersieg des Landesligisten SV Schwengen Fani SVL: „Ein Gruß in die Kreisliga.“ Und die Adler feierten ihr Team selbst nach Niederlagen mit „Einmal Adler, immer Adler, hej!”

Putzhilfen! Vier Jahre lebte der frühere Hohenhamelner Bezirksliga-Kapitän Jannik Richau aus beruflichen Gründen und der Liebe wegen w Hiszpanii. Jetzt ist er zurück in Deutschland und drückte beim PAZ-Cup seinem Kumpel Tobias Buchner und dem SV Lengede nicht nur die Daumen, er packte auch tatkräftig beim Aufräumen an. Die Lengeder hatten mehrere Konfetti-Kanonen mit Kreppband in den Vereinsfarben abgefeuert und Treffer ihres Teams mit Pils-Deckchen-Würfen gefeiert. Erlaubt hatte das Turnier-Chef Ralf Lüders nur unter einer Bedingung: Die Lengeder mussten selber sauber machen. Und das taten sie. Am Ende fegte sogar Gast-Fan Jannik Richau die Überreste zusammen. Noch mehr Körper-Einsatz bei ihrem Wisch-Dienst zeigten Vöhrums Abwehr-Hüne Sascha Marchefka und Schlitzohr-Stürmer Martin Ritter. Nach einem Foul im Spiel um Platz drei hatte Schweiß den Boden rutschig gemacht. Die Gefahr beseitigten die beiden im Handumdrehen: Marchefka setzte sich auf den Hosenboden, Ritter packten ihn an den Beinen und wischte mit Marchefka mal gründlich durch. Für diese Aktion hatten sich die beiden einen Sechser-Träger Härke als Geschenk redlich verdient.

Mitgefiebert: Gesänge, Hupen, Trommeln, rhythmisches Klatschen und ein großes Plakat: Die zahlreichen Handorfer Fans auf der rappelvollen Tribüne sorgten für reichlich Stimmung und unterstützten ihre Mannschaft, die erstmals in der Endrunde des PAZ-Cup. Mittendrin bei den zahlreichen Schlachtenbummler des TSV Adler war auch Jens Klein, der etliche Jahre die Handballer des MTV Vater Jahn Peine erfolgreich coachte. „Auch draußen bei den Heimspielen bin ich fast immer dabei. Schließlich wohne ich jetzt schon seit 20 Jahren in Handorf, sodass es mittlerweile eine Verbundenheit mit diesem Verein gibt “, erklärte Klein. Selbige ist jedoch nicht nur passiver Natur, „sondern ab und zu kicke ich auch für das Altherren- und Ü40-Team der Handorfer“, sagte Klein, der mit Auftritt der Adler zufrieden war – insbesondere der Sieg zum Abschluss gegen Arminia Vechelde sorgte für Begeisterung bei den Handorfern. „Das war das i-Tüpfelchen.” „Denn für unser kleines Dorf ist die Teilnahme an der Finalrunde ein absolutes Highlight.”

Doppelt abgeräumt: Seine Dynamik, sein Ehrgeiz, seine Abschlussstärke – wie Lengedes Wirbelwind Justin Folch-mann in der Endrunde auftrumpfte, war beeindruckend. Mit großem Vorsprung wurde er zum besten Spieler gewählt. Dafür gab es 50 Euro – und gleich noch 150 Euro dazu. Denn Folchmann schnappte sich mit fünf Toren auch die Torjäger-Kanone. „Absoluter Wahnsinn, damit habe ich niemals gerechnet“, sagte der Abräumer. Dass er sich mit seinem Team allerdings den PAZ-Cup wieder holt, damit hatte er schon gerechnet: „Ich hatte schon am Morgen ein gutes Gefühl. Alle hatten richtig Bock darauf, das Ding zurückzuholen “, betonte Folch-mann. Die Fans feierten ihn für die Auszeichnung und skandierten seinen Spitznamen: „Schummel gibt einen aus, Schummel gibt einen aus.„ „Muss ich ja jetzt wohl”, versprach er. Die Auszeichnung als bester Spieler der Endrunde freute den 24-Jährigen riesig. Er hatte noch zwei andere Kandidaten auf dem Zettel: „Ich fand auch Wendezelles Niclas Kamp und Teamkollege Onur Bacaksiz sehr stark”, sagte Folchmann.

Mit Köpfchen: Benjamin Ohmes vom TSV Wendezelle erzielte das erste und einzige Kopfball-Tor der Endrunde. Erst im letzten Gruppenspiel des Tages fiel die Entscheidung darüber, wer Tablet-Computer von Apple einheimst. Die Vorlage dazu lieferte Ohmes ausgerechnet ein ehemaliger Teamkollege: Groß Lafferdes Keeper Felix Stark faustete ihm den Ball bei einem Abwehr-Versuch vor den Kopf, im Getümmel brauchte Ohmes nur noch einzuknicken. „Ich habe neun Jahre in Groß Lafferde gespielt, deshalb habe ich nach dem Spiel auch versprochen, dass ich ein 50-Liter-Fass Bier wydatek, wita wir mit beiden Mannschaften trinken“, bardzo szczęśliwy. Über das i-Pad freuten sich auch seine vierjährigen Zwillinge Janne und Matti riesig. „Die dürfen darauf jetzt mal ihre Lieblings-Animationsserie Ninjago und Fußball gucken”, bardzo szczęśliwa Ohmes. Fußball begeistert die Zwillinge nämlich genauso wie den Papa, sie spielen bereits bei den Bubis des TSV Eixe. Zudem erwies sich Janne auch noch als Glücksbringer. Denn Ohmes nahm seinen Sohn sowohl vor dem Spiel gegen Groß Lafferde als auch vorm Halbfinale gegen Vöhrum mit in die Kabine. Da der TSV daraufhin beide Partien gewann, „war Janne auch vor dem Finale bei der Besprechung dabei”, sagte Ohmes. Doch nicht immer sind aller guten Dinge drei – der TSV unterlag mit 0: 3. Immerhin aber lag Janne bei der Frage nach dem Final-Gewinner richtig. „Lengede macht sechs Tore, Wendezelle fünf“, hatte er geantwortet.

Klare Ansage: Rauchen und Sport – ein Widerspruch? Eigentlich schon, aber spätestens seit den Zeiten von Mario Basler weiß man, dass selbst Profis nicht von dem Laster lassen können. Auch beim PAZ-Cup gab und gibt es immer wieder einige Fußballer, die die spielfreie Zeit nutzen, um zur Zigarette zu greifen. Um ihnen das zu ermöglichen, hatte der Veranstalter extra eine Seitentür geöffnet und die Mannschaften davon informiert. Lengedes Trainer Dennis Kleinschmidt allerdings nahm seine Spieler sofort in die Pflicht, untersagte den Griff zur Fluppe. „Wenn ich einen beim Rauchen erwische, gibt es richtig Dresche.“ Die Androhung verfehlte ihre Wirkung nicht, auch die anderen Teams schienen Kleinschmidts Worte vernommen zu haben. „Denn es wurde diesmal erheblich weniger geraucht als noch in den vergangenen Jahren“, sagte Organisator Ralf Lüders.

Nokaut: Nur ein einziges Mal musste er während der Finalrunde hinter sich greifen. Lediglich Rot-Weiß Schwicheldt gelang es, Lengedes Keeper Sascha Scheer zu bezwingen, als Victor del Rio Seoane den Kreisligisten nach zwei Minuten mit 1: 0 in Führung brachte – am Ende aber siegte der SVL mit 8: 1 und gewann anschließend das Turnier. Auch dank einiger starker Paraden von Scheer. „Allzu viel habe ich aber nicht zu tun bekommen”, gestand er. Wenn es jedoch brenzlig wurde, war er auf dem Posten, verhinderte mehrmals mit glänzenden Reflexen einen Treffer. Gegen den „Treffer” seines Teamkollegen Tobias Buchner war er allerdings machtlos. Dieser hatte beim Aufwärmtraining den Ball hart aufs Tor geschossen, als Scheer gerade nicht hingeschaut hatte – er bekam ihn mitten in Gesicht und sackte daraufhin zusammen. Knapp zwei Minuten dauerte es, bis er wieder aufstand und den herbeigeeilten Teamkollegen Entwarnung gab. „Alles gut, ich bin Ordnung.” In der Tat, dieser frühzeitige Knockout zeigte nur kurzfristig Wirkung, anschließend behielt der Schlussmann des SVL w allen Spielen die Übersicht.

Von Christian Meyerund Peter Konrad

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