Male Extra : So bereiten sich die Fitnessstudios in der Region vor

Male Extra

Das neue Jahr ist erst ein paar Tage alt. Für viele Menschen war der Beginn des neuen Jahres ein Neustart und ein Grund, sich neue Ziele zu setzen. Es geht darum, gesünder zu essen, besser mit den Finanzen umzugehen oder mehr Sport zu treiben.



Laut einer aktuellen Forsa-Studie der Krankenkasse DAK mit mehr als 1000 Befragten haben sich rund 57 Prozent der Menschen aus Nordrhein-Westfalen vorgenommen, mehr Bewegung in den Alltag einzubauen. Lediglich Stressabbau (62 Prozent) und mehr Zeit für Familie und Freunde (60 Prozent) stehen davor auf der Vorsatz-Liste für 2019.

Vor allem aber die sportlichen Ziele werden bei vielen Menschen zum Jahresbeginn hochgeschraubt. Sportkleidung und Trainingsgeräte werden gekauft, Nahrungsergänzungsmittel wie Eiweißpulver werden genutzt und der Vertrag für das Fitnessstudio in nächster Nähe liegt unterschriftsbereit auf dem Tisch.

„Einfach loslegen“

Ob der Vorsatz dann wirklich in die Tat umgesetzt wird, steht auf einem anderen Blatt: In diesem Jahr hatten laut DAK-Studie 39 Prozent der Nordrhein-Westfalen gute Vorsätze, fast 60 Prozent hielten damit immerhin mehr als drei Monate durch.

Profesor Ingo Froböse von der Sporthochschule Köln sieht den Vorsatz, mehr Sport zu machen, pozytywny: „Grundsätzlich finde ich es er mal mal gut. 85% der Menschen haben es nötig, mehr Sport zu machen. „Czy ist dabei zu Beginn besonders wichtig? „Ich muss einfach loslegen, nicht nur planen, es zu tun. Ich muss meine Ziele definieren. Wenn ich meine Kreislauffunktion verbessern will, dann würde ich laufen gehen. Wenn ich besser aussehen will, würde ich ins Fitnessstudio gehen. ”

Davon profitiert die Fitnessbranche. Insgesamt 5,2 Milliarden Euro Umsatz wurden 2017 gemacht. 10,61 Millionen Mitglieder werden in den fast 9000 Fitnessstudios in Deutschland gezählt. Od 18 Jahren sah das noch anders aus, damals waren es gerade mal 2,3 Milliarden Deutsche Mark an Umsatz. Die Fitnessbranche erlebt seit Jahren ein stetiges Wachstum.

30 Prozent aller Neukunden in den ersten sechs Wochen eines Jahres

„Sollte sich dieser Trend weiter fortsetzen, gehen wir davon aus, dass bis 2025 über 15 Millionen Menschen in Deutschland eine Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio besitzen”, erklärt Alexander Wulf vom Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen. Insbesondere der Januar zählt dabei zu den lukrativsten Monaten für die Studiobetreiber. Laut Wulf melden sich in den ersten sechs Wochen eines Jahres rund 30 Prozent aller Neukunden an.

Viele neue Verträge werden dann abgeschlossen, zu besonders langen Laufzeiten. Selten sind diese unter zwölf Monaten, dafür locken viele Betreiber auch im Januar noch mit Rabattaktionen und Angeboten. Im Durchschnitt kostet eine Mitgliedschaft in einem Fitnessstudio in Deutschland 44 Euro im Monat – 5 Euro teurer als im europäischen Vergleich.

Für die rund 92.000 Sportvereine in Deutschland sind die Fitnessstudios eine Konkurrenz, das gibt auch Ulrike Spitz vom Deutschen Olympischen Sportbund zu: „Natürlich ist das eine Konkurrenz. Aber wenn man bedenkt, was der Vereinssport alles bietet, ist er natürlich hoch attraktiv: Er ist sozialverträglich, weil kostengünstig und familienfreundlich, er bietet Geselligkeit und Gemeinschaft, für viele ist er eine zweite Heimatus der der der auch uns kommen. ”

Discounter-Studios sind eher für erfahrene Sportler

Laut Froböse sollte man bei der Wahl des Fitnessstudios genau hinsehen: „Im Studio bitte nicht über den Preis gehen. Qualität heißt für mich Betreuung. Ist da jemand da, der mir hilft, der mich kontrolliert, wenn ich die Übungen mache? Gerade für den Anfang ist das wichtig. ”

Discounter-Studios sind dabei eher für erfahrene Sportler geeignet, während Anfänger vor allem auf die persönliche Betreuung im Studio achten sollen. Dabei gilt vor allem zu Beginn ruhig anzufangen, wie Gesundheitsexperte Froböse erklärt: „Das Entscheidende ist, dass ich die Belastung richtig wähle. Man sollte nach dem Training nicht kaputt sein, sondern sich wohlfühlen. ”

Viele Bestandskunden sind im Januar wieder aktiver

„Im Januar kommen viele neue Kunden“, erzählt Isabell Tiemann, Fitnesstrainerin im Clever Fit Selm. Auch Bestandskunden, die lange nicht trainiert haben, seien im Januar wieder aktiver. „Viele sieht man aber spätestens ab März nicht mehr.”






Fitness im neuen Jahr: So bereiten sich die Fitnessstudios in der Region vor

Im Phoenix Spa Olfen steigt die Nachfrage nach Probetrainings im Januar.

© Jürgen Weitzel

„Zum Jahresanfang passen wir uns an Nachfrage der Kunden und Neukunden an”, erzählt Jannis Celik, Fitnesstrainer im Phoenix Spa Olfen. „Wir machen dann definitiv mehr Probetrainings.” Mehr Arbeit także für die Fitnessstudios. Auch, die die Sauberkeit angeht. „Mehr Menschen machen nunmal auch mehr Dreck“, erklärt Jannis Celik. Doch wenn es zu einem Vertragsabschluss kommt, bringen sie auch mehr Geld. Wenig begeistert von den Vorsatz-Kunden seien allerdings diejenigen, die regelmäßig zum Training kommen. „Die Mitglieder fühlen sich zum Teil gestört, wenn es hier und da dann doch mal eng wird”, sagt Isabell Tiemann. „Es gibt nicht jedes Gerät fünf Mal und dann gibt es Wartezeiten.”



„Wir haben in den ersten Monaten des Jahres rund 50 Prozent mehr Neuanmeldungen als zum Beispiel im Sommer.”

Robin Selting, Inhaber des Sport- und Gesundheitszentrums Raesfeld

„Wir haben in den ersten Monaten des Jahres rund 50 Prozent mehr Neuanmeldungen als zum Beispiel im Sommer”, sagt Robin Selting, Inhaber des Sport- und Gesundheitszentrums Raesfeld. Im Raesfelder Sport- und Gesundheitszentrum trainieren Neulinge die ersten beiden Monate kostenfrei.

Nach dem sogenannten Anamnesegespräch, in dem Trainingsziele definiert und körperliche Befindlichkeiten besprochen werden, erhalten Kunden einen Trainingsplan. „Inzwischen stellen sich unsere Geräte voll automisch auf die Bedürfnisse unserer Kunden ein”, sędzia Leiter Robin Selting. Sämtliche Informationen, die Trainer und Physiotherapeuten im Vorfeld aufgenommen haben, lassen sich auf einem Chip speichern.

42 Trainer und Physiotherapeuten werden beschäftigt

Hält man diesen Chip an die vorgesehene Stelle eines Geräts, stellt dieses automatisch Sitzhöhe, Trainingsgewicht und Wiederholungen ein. Einige Geräte sind inzwischen sogar so smart, dass sie Trainingspläne anpassen. „Über das Training braucht man sich dann keine Gedanken mehr machen“, sagt Selting, „weil man automatisch immer die optimale Einheit bekommt.”

Für Fragen stünden aber stets auch Fachleute auf der Trainingsfläche bereit. W Raesfeld und dem neuen Sportpark w Reken sind 42 Trainer und Physiotherapeuten beschäftigt.






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Inhaber und Geschäftsführer Robin Selting und sein Team vom Sport- und Gesundheitszentrum in Raesfeld sind auf die zahlreichen Neukunden zum Jahresbeginn vorbereitet.

© Robert Wojtasik

Auch das Sportforum an der Bahnhofstraße w Castrop-Rauxel, das vor 35 Jahren von der Familie Langer eröffnet wurde, freut sich jeweils zum Jahresbeginn über einen Schwung neuer Mitglieder. „Der Mythos besteht immer noch”, sagt Johannes Langer aus der Geschäftsleitung des Sportforums. „In den ersten beiden Monaten verzeichnen wir die meisten Neuanmeldungen.”

Für Linda Falkenhain, Studioleiterin des Trainingszentrums Kämmerling in Schwerte, begin bald ebenfalls wieder die geschäftigste Zeit des Jahres: „Wir haben im Januar doppelt bis drei Mal tak viele Anfragen wie in anderen Monaten. sich auch darauf: „Für uns ist es ja das Ziel, Menschen dabei zu helfen, ihre Ziele zu erreichen. Dafür lohnt sich die Mehrarbeit auf jeden Fall. ”






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Training im Schwerter Fitnessstudio Kämmerling im Zirkel für Kraft und Ausdauer – Gesundheitstherapeutin Linda Falkenhain achtet auf die richtige Ausführung.

© Bernd Paulitschke

Vor Weihnachten hatten die Kunden bei Sportbalance in Haltern, of freie Auswahl an den Sportgeräten, doch jetzt machen sich die ersten Neujahrsvorsätze schon bemerkbar. „Seit den Feiertagen bin ich pausenlos im Einsatz“, sagt etwa der Halterner Fitnesstrainer Arthur Stroh. Er zeigt uns kurz zwei neue Geräte, muss aber direkt weiter zum nächsten Kunden, der sich schon warm macht. Ein neuer Fitnessplan soll erstellt werden.






Fitness im neuen Jahr: So bereiten sich die Fitnessstudios in der Region vor

Arthur Stroh (25) begrüßt seit den Weihnachtstagen bei Sportbalance an der Annabergstraße besonders viele Neukunden und solche, die schon lange nicht mehr zum Training gekommen sind.

© Kevin Kindel

Arthur Stroh sieht den großen Ansturm bei Sportbalance in Haltern etwa bis März anhalten. Auch Kevin Gensch von Terra Sports sagt: „Januar und Februar sind die umsatzstärksten Monate in der ganzen Branche – nachdem die Leute merken, dass sie über die Feiertage zu viel gegessen haben.”

Tak bogate woll es wird es im Easy-Fitness w Ahaus im Januar, weiß Betreiber Alexander Kurtz. Auch bei dem Ahauser Fitnesstudio kommen im Januar bis zu 50 Neukunden hinzu. Alexander Kurtz erzählt, dass für das Durchhalten vor allem Eigenmotivation und eine gute Betreuungsqualität im Fitnessstudio wichtig sind.






Fitness im neuen Jahr: So bereiten sich die Fitnessstudios in der Region vor

Für Fitnesstudiobetreiber Alexander Kurtz ist der Januar der wichtigste und arbeitsaufwendigste Monat im Jahr.

© Madlen Gerick

„Fitness muss zur Gewohnheit werden. Man sollte das Ganze als Körperpflege betrachtenwie Zähne putzen “, erklärt der 45-Jährige mit einem Schmunzeln. Dass das nicht immer einfach ist, weiß auch Lisa Oskamp. Die 20-Jährige trainiert seit fast drei Jahren bei Easy-Fitness. „Ich nehme mir jedes Jahr wieder vor, regelmäßiger zum Sport zu gehen. Ein paar Monate lang klappt das auch, aber dann kommt doch immer wieder etwas dazwischen “, erzählt sie. Trotzdem trainiert sie weiter. Das ist auch bei Easy-Fitness so.

Alle, die sich noch im Januar anmelden, können drei Monate lang zu einem günstigen Preis trainieren. Für viele Leute, die sich neue Ziele gesetzt haben, sei das noch einmal ein extra Anreiz, więc Alexander Kurtz.

Das sind die fünf Fitness-Trends w 2019 roku

Zum Vorsatz, im neuen Jahr mehr Sport zu treiben, gehören auch stets die neuesten Fitnesstrends. Das „World Survey of Fitness Trends” hat diese bereits zum 13. Mal veröffentlicht. Die Trends werden anhand von weltweiten Umfragen von Experten aus den USA durch Sporthochschulen und Verbände festgelegt. Wir stellen die fünf wichtigsten Trends aus dem „World Survey of Fitness Trends“ für das Jahr 2019 vor.

Tragbare Technologien: Dazu gehören Sportuhren, GPS-Tracker, Herzfrequenzmessgeräte und Kalorienzähler. Sie messen Aktivitäten und Werte der Sportler. Im Gegensatz zu einfachen Fitnessarmbändern sind digitale Sportuhren oft mit einer zusätzlichen GPS-Funktion ausgestattet, mit der die Träger auch navigieren können. Die Messung von Pulsfrequenz, zurückgelegter Strecke, verbrauchten Kalorien, Geschwindigkeit und Steigung dient wie bei allen tragbaren Technologien im Fitnessbereich zur Motivationssteigerung und Trainingsüberwachung.

Verglichen mit weltweit mehr als 1,47 Milliarden verkauften Smartfony 2017 ist der Markt der tragbaren Technologien nach Zahlen der Marktforschungsorganisation IDC aber noch überschaubar: Gut 115 Millionen Stück fanden im selben Jahr Käufer. Vor allem zu Beginn eignen sich die tragbaren Technologien zur Motivation. „In der Anfangszeit als Motivator eine wunderbare Möglichkeit, den eigenen Körper kennenzulernen“, erklärt Ingo Froböse. „Nach einer gewissen Zeit müssen die Dinger aber wieder weg, da man ein eigenes Gespür für den Körper bekommen muss.”

Gruppentraining: Trainingseinheiten in Gruppen, również mit mehr als fünf Personen gleichzeitig, sollen 2019 wieder mehr in den Fokus geraten. Dabei sollen vor allem die Gruppenleiter neben dem Anlernen der Teilnehmer, diese auch dazu motivieren, am Ball zu bleiben.

Ein Problem dabei: Der Leiter kann nicht immer alle Personen im Blick behalten. „Der Nachteil ist, dass der Trainer, der vorne steht, nicht alle im Blick hat und es schwer hat zu erkennen, wer Anpassung benötigt”, erklärt Ingo Froböse. Es spielt aber keine Rolle, auf welchem ​​Trainingslevel sich die Teilnehmer befinden oder um was für eine Art von Kurs es sich be dem Gruppentraining handelt.

Szkolenie HIIT: Hierbei handelt es sich um hochintensives Intervalltraining (HIIT). Wie der Name schon verrät, wird bei diesem Trend in kurzen Intervallen mit hoher Intensität trainiert. Dabei sollen die Teilnehmer möglichst an ihre Leistungsgrenze gehen und mit kurzen Pausen zwischen den Intervallen regenerieren.

Obwohl einige Fitnessexperten den Trend Intervalltraining kritisieren, unter anderem durch die erhöhte Gefahr auf Verletzungen, bieten immer mehr Fitnessstudios dazu Kurse an. Durch das HIIT-Training sollen Fitness-Ziele wie Fettverbrennung und Muskelaufbau viel effizienter erreicht werden.

Das soll aber nichts für Sportanfänger sein, wie Professor Ingo Froböse erklärt: „Anfänger sind damit total überfordert. Erst mal muss eine Basis geschafft werden, sonst werden die Bänder damit überfordert. ”

Program fitness dla Senioren: Die Lebenserwartung ist in den vergangenen Jahren immer weiter angestiegen. Seit 2000 um fast fünf Jahre bei Männern (78,4 Jahre) und Frauen (83,2 Jahre). Menschen leben länger und bleiben dadurch auch länger aktiv.

Das hat auch die Fitnessbranche erkannt und bietet immer mehr Möglichkeiten für Senioren an. Neben den Geräten und Übungen im Fitnessstudio werden auch oftmals extra Kurse für Senioren angeboten. Aber auch ohne eine Mitgliedschaft im Fitnessstudio können Senioren aus einer Vielzahl an Möglichkeiten schöpfen.

Fahrradfahren, Schwimmen, Spazierengehen, aber auch Alltägliches wie Gartenarbeit und das Spielen mit den Enkeln zählen als Bewegung. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bietet dazu im Internet ein „AlltagsTrainings-Programm” i, das zeigt, wie ältere Menschen mehr Bewegung in ihren Alltag integrieren können.

Training mit dem eigenen Körpergewicht: Dieser Trend dreht sich komplett darum, das eigene Körpergewicht zu verwenden, um eine Trainingseinheit durchzuführen. Die Vorteile: Die Einheit lässt sich zu Hause durchführen, es werden kaum Geräte benötigt und es entstehen geringe bis gar keine Kosten.

Allerdings sind keine Trainer da, die einem die Übungen erklären, wenn man diese falsch ausführt. Gerade zu Beginn stellen dabei klassische Übungen wie Liegestütz, Klimmzüge oder Bauchmuskeltraining eine schwierige Hürde für den Sportanfänger da.

Die Intensität darf hierbei zunächst niedrig sein – so, dass man schwitzt, sich aber jederzeit wohlfühlt. Den idealen Trainingspuls kann man auch vom Arzt bestimmen lassen. Chronisch Kranke müssen ohnehin vor Aufnahme des Trainings mit ihrem Arzt sprechen.

Współautor: Madlen Gerick, Marcel Witte, Kevin Kindel, Robert Wojtasik, Karin König und Carolin West

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