Male Extra : Schwalbach: Hündin Mandy braucht OP – doch ihr Halter hat kein Geld

Male Extra

Schwalbacher Stefan Woldormiski kämpft um das Leben seiner geliebten Hündin Mandy. Sie benötigt eine lebenswichtige Operation – doch die ist sehr kostspielig.

  • Stefan Woldormiski aus Schwalbach und Hündin Mandy sind unzertrennlich
  • Mandy muss operiert werden – für viel Geld
  • der Schwalbacher sucht Möglichkeiten der Finanzierung

Schwalbach – Das Leben hat es nicht immer gut gemeint mit Stefan Woldormiski. Speditionskaufmann hat er mal gelernt. Lange Jahre hat er am Flughafen gearbeitet. Prywatne lief es nicht so toll. Mehrmals hat er geheiratet, Mehrmals wurde er geschieden. Irgendwann hat ihn das aus der Bahn geworfen. Den Job am Flughafen war er dann los. Ab und an ear paar Gelegenheitsjobs. Dann Hartz IV.

Stefan bemitleidet sich nicht. Er hat Mandy. Die Mischlinghündin ist für den heute 65-Jährigen mehr als ein Haustier. Mandy ist seine seelische Stütze. Sein Ein und Alles. „Gell, meine Dicke” sagt er und drückt sie fest an sich. Fast schüchtern fragt der große Mann mit der wilden grauen Mähne nach einem Taschentuch, damit er die Wassertröpfchen, die Mandy beim Trinken verschüttet hat, gleich wegwischen kann. Man merkt ihm an, dass er oft abfällig behandelt wird. Meistens ist ihm das egal – nur wenn einer Mandy schlecht behandelt, dann tut ihm das weh. Ein Leben ohne die geliebte Hündin kann er sich nicht vorstellen. „Ich habe Mandy bekommen als sie ein war Welpe. Sie war immer für mich da – auch als alle anderen mich im Stich gelassen haben.”

Von den 430 Euro, die er im Monat zum Leben hat, kauft er Futter für Mandy. Ab und auch mal ein Spielzeug oder Extra-Leckerli – wenn was übrigbleibt. Wenn Mandy zum Tierarzt muss, zweigt er das irgendwie ab. Bisher hat er Glück gehabt. Die dunkelbraune Mischlingshündin mit den treuen Augen war bisher immer gesund. Doch jetzt ist Mandy älter, elf Jahre. Beim letzten Tierarztbesuch vor ein paar Tagen stellte der Veterinär beim Abtasten eine Geschwulst fest. „Vermutlich ein Unterleibs-Tumor”, sagt Stefan Woldormiski mit bebender Stimme. „Der Tumor muss entfernt werden”.

Kein Geld für den Tierarzt: „Wie soll ich das machen?”

Eine Operation, die vermutlich in einer Tierklinik durchgeführt werden muss. Das kostet Geld, viel Geld. Um die Tausend Euro fallen da auf jeden Fall an. Kosten, die Stefan nicht bezahlen kann. „Wie soll ich das machen?”, Fragt er verzweifelt und drückt sein Gesicht in Mandys Fell.

Stefan Woldormiski ist kein Einzelfall. Nicht nur für viele Hartz IV-Empfänger, Senioren mit Mini-Rente oder Obdachlose ist ein Haustier oft der einzige Sozialpartner. Das Futter ist für viele, die nicht so viel Geld haben, meist noch bezahlbar. Schwierig wird es, wenn Tierarztkosten anfallen. „Deshalb ist es ratsam, rechtzeitig eine OP-Versicherung abzuschließen – die kostet wirklich nur ein paar Euro im Monat”, rät die Tierärztin und HK-Kolumnistin Dr. Kirsten Tönnies.

Doch daran hat Stefan nicht gedacht. Wo finden Tierhalter wie er Hilfe?

Schwalbach: Hündin Mandy braucht dringend OP

Er wendet sich zunächst an den Main-Taunus-Kreis, der für Hartz IV zuständig ist. „Die haben mir gesagt, dass es für Haustiere keine Unterstützung gibt”. Konkret: „Die finanzielle Unterstützung fällt unter das SGB II, das keine Sonderzahlungen für die medizinische Versorgung von Haustieren vorsieht”, heißt es auf Anfrage bei der Pressestelle. "Der Mann könnte sich für eine entsprechende Unterstützung zum Beispiel an eine Stiftung wenden. Die vom Main-Taunus-Kreis inicjatorte Main-Taunus-Stiftung etwa hat in der Vergangenheit in Einzelfällen bei solchen Anfragen schon fintenieltinen

Wenig Hoffnung macht die Anfrage beim Tierschutzverein Schwalbach-Frankfurt. „Leider gibt es in Schwalbach keine Anlaufstelle für solche Fälle. We Frankfurcie kann man sich zur Not eventuell bei der Tier-Tafel melden. Aber das geht nur, wenn man in Frankfurt gemeldet ist und einen Frankfurt-Pass hat”, antwortet Vereinsvorsitzende Petra Decken auf Anfrage.

Einen Hoffnungsschimmer gibt es nun aber doch für Stefan und seine Mandy. Der Tierschutzverein Bad Soden-Sulzbach, der das Tierheim „Am Arboretum” w Sulzbach betreibt, reagiert prompt und entgegenkommend: „Die Tierschutzvereine sind grundsätzlich Ansprechpartner für solche Notfälle”, antwortet Tierwartin Gierw Willin. „Wir versuchen immer, eine Lösung zu finden und schauen, wo und wie wir helfen können – das bieten wir Herrn Woldormiski und seiner Hündin gerne an”.

Christine Sieberhagen

Hier gibt es Hilfe für Tierhalter in Not

Haustierbesitzer mit wenig Geld haben es in Großbritannien – zumindest, was die kostenlose tiermedizinische Versorgung angeht – ein bisschen einfacher als hierzulande. W Anglii pod nazwą Tierschutzorganisation „Blue Cross” eigene Kliniken, in denen Bedürftige ihre Tiere versorgen lassen können.

W Deutschland sind die Tierschutzvereine erster Ansprechpartner für Notfälle. Sie finanzieren sich ausschließlich über Spenden.

„Die meisten Tierärzte sowie Tierkliniken hierzulande bieten ihren Kunden aber Ratenzahlungen an”, sagt Tierärztin Dr. Kirsten Tönnies.

In zahlreichen Großstädten bieten Tierärzte regelmäßig kostenlose Sprechstunden für bedürftige Tierhalter an. Im Main-Taunus-Kreis gibt es ein solches Angebot nicht. We Frankfurcie ist der Verein „Soziale Tier-Not-Hilfe” Ansprechpartner für Menschen, sich die gesundheitliche Grundversorgung ihres Vierbeiners nicht mehr leisten können. Die Tierärzte Maja Firlé und Dr. Fritz Merl zachowują się jako immer am Ersten Samstag im Monat um 13 Uhr in der B-Ebene an der Hauptwache Frankfurt solche Tiere. Dieses Angebot wird von "Soziale Tier-Not-Hilfe" ermöglicht. Der Verein finanziert sich ausschließlich durch Spenden und Mitgliedsbeiträge. Operationen wie beispielsweise Kastrationen kann der Verein allerdings nicht leisten. Weitere Infos findet man auf der Strona główna: www.tier-not-hilfe.de

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