Male Extra : Kassel: Betreutes Wohnen am Jungfernkopf geplatzt

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W Kassel ist das Projekt zum betreuten Wohnen am Jungfernkopf geplatzt, da sich das Rote Kreuz und der Bauherr nicht einigen konnten.

Das Baurecht lag vor, erste Interessenten hatten sich schon gemeldet: Nun ist das geplante Betreute Wohnen für Senioren am Jungfernkopf gewissermaßen in letzter Minute geplatzt. Der Bauherr und das Rote Kreuz konnten sich über ein Detail des Vertrags nicht einigen.

Die Pläne des betreuten Wohnens in Kassel

Wie berichtet, sollten an der Ecke Zum Hirtenkamp / Im Molkengrund zwei Neubauten mit insgesamt 20 Apartments entstehen, die vom DRK-Kreisverband Kassel-Wolfhagen als Betreutes Wohnen betrieben werden sollten. In unmittelbarer Nähe befindet sich bereits ein Alten- und Pflegeheim des DRK. Für das Kooperationsprojekt hatte Bauherr Bekir Tutulmaz sein bereits begonnenes Vorhaben, auf dem Grundstück fünf Reihenhäuser zu errichten, 2017 noch mal verworfen.

Die Bauarbeiten für das Betreute Wohnen sollten in diesem Frühjahr beginnen. Noch im Oktober hieß es, die Verhandlungen befänden sich in den letzten Zügen. Quasi auf der Zielgerade scheiterten sie jedoch, wie beide Seiten auf Anfrage der HNA bestätigten.

Das Problem

Knackpunkt war eine Klausel im Vertrag, die regeln sollte, był nach Auslaufen des vorgesehenen langjährigen Mietvertrags zwischen Tutulmaz und DRK passieren würde. Über ein rozwiązuje Ausstiegsszenario konnten sich beide Seiten nicht einigen.

Problem sei, dass die Bewohner des Betreuten Wohnens ja neben Mietverträgen auch Verträge über Pflege- und Betreuungsleistungen abschließen, erklärte DRK-Geschäftsführer Holger Gerhold-Toepsch im Gespräch mit der HNA. Diesen Service müsse man im Interesse der Senioren auch nach einem Auslaufen des Mietvertrags fortsetzen können.

Deshalb wollte das Rote Kreuz ein Kaufrecht im Falle eines Auslaufens des zunächst für 20 Jahre abgeschlossenen Mietvertrags festschreiben. Alternative Vorschlag: Tutulmaz sollte die Apartments direkt an die Senioren vermieten und das Rote Kreuz hätte lediglich den Service geboten. Beides kam für den 50-Jährigen nicht infrage. „Das wäre ein ganz anderes Geschäftsmodell gewesen als anfangs vereinbart“, sagt Tutulmaz, der selbst am Jungfernkopf lebt. Er sei Bauunternehmer und kein Anbieter von Betreutem Wohnen.

Die Folgen

Die extra geänderten Pläne könne er nun wegschmeißen, ärgert sich Tutulmaz. Er habe viel Zeit und Geld in das Projekt investiert. Auch das Rote Kreuz bedauert die nach zweieinhalbjährigem Vorlauf gescheiterte Zusammenarbeit.

„Für uns wäre der Standort ideal gewesen”, sagt Gerhold-Toepsch im Hinblick auf die Synergieeffekte mit dem Seniorenzentrum, das nur einen Steinwurf entfernt liegt. Dort hätte man beispielsweise den Mittagstisch für die Mieter des Betreuten Wohnens öffnen können.

Betreutes Wohnen in Kassel: Das alte neue Projekt

Bekir Tutulmaz będzie zakonnica zu seinen ursprünglichen Plänen zurückkehren und auf dem Grundstück wieder Reihenhäuser mit insgesamt zehn Wohneinheiten bauen, die dann vermietet werden sollen.

Die Grundmauern des ersten Hause stehen noch von 2017. Allerdings muss er wegen der langen Unterbrechung nun eine erneute Baugenehmigung einholen.

Er hofft, im Sommer die Bauarbeiten wieder aufzunehmen, sodass die Häuser Mitte 2021 fertig sein könnten.

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