Male Extra : Eppendorfer Mieter w Wochen w ihrer Wohnung „gefangen”

Male Extra

Hamburg. Seit zehn Wochen sitzt Anton Vogel (84) nun schon in seiner Wohnung fest wie in einem Gefängnis. Schuld sind ein defekter Aufzug und der Rollstuhl, auf den er angewiesen ist.

Anton und Renate Vogel leben seit 1968 in ihrer Wohnung an der Gustav-Leo-Straße w Eppendorf. Im fünften Stock haben sie aus lichtdurchfluteten Räumen einen tollen Blick über den Kellinghusenpark. Doch seit dem 11. November des letzten Jahres kann Anton Vogel diese schöne Wohnung nicht mehr verlassen. „Ich będzie doch auch mal wieder an die frische Luft”, sagt er verzweifelt.

Eppendorfer Wohnung: 100 Treppenstufen hoch und runter

Seine Frau kann die 100 Treppenstufen nach unten gerade noch gehen. Zurück wird's immer schwieriger. Im Treppenhaus hat sie in jede Zwischenetage einen Klappstuhl gestellt. „Da nehme ich Platz, weil ich keine Luft bekomme”, erklärt sie. Anders ist der Aufstieg für sie nicht mehr zu bewältigen.


Die Vogels hatten früher schon oft Probleme mit dem Fahrstuhl. Das Haus ist von 1928, der Aufzug in den Sechzigerjahren zuletzt überholt worden. Aber dass er so lange stillsteht, das hatten sie noch nicht. Anton Vogel pracował jako Parkinson und sitzt deshalb szybko i szybko Jahren im Rollstuhl.

Erst dachte das Ehepaar, die Hausverwaltung wolle sie mit der langsamen Reparatur aus der Wohnung vertreiben. „Die haben uns Geld geboten, 400 Euro pro Quadratmeter“, erzählt Renate Vogel. Die Eigentümerfirma, HRP Residential mit Sitz w Luksemburgu, wolle das denkmalgeschützte Gebäude aufstocken lassen. Die Hausverwaltung wollte dazu gegenüber dem Abendblatt keine Angaben machen.

Führungselemente am Fahrkorb defekt …

Aber es scheint, als sei vor allem Pech dafür verantwortlich, dass Herr Vogel im fünften Stock festsitzt. Ausziehen das Ehepaar auf keinen Fall. „Wir haben gedacht, wir können hier leben bis zum Letzten“, sagt Renate Vogel.

Der monatelange Defekt Begann eigentlich wie alle anderen Stillstände zuvor. Ein Aushang der Hausverwaltung informierte die Bewohner darüber, dass der Aufzug unbenutzbar und Otis informiert sei. Zwei Wochen dauerte es, bis zum ersten Mal ein Monteur der Firma Otis ins Haus kam. Der stellte fest: Führungselemente am Fahrkorb sind kaputt. Weil der Aufzug alt ist, kann das defekte Teil nicht einfach nachbestellt werden, sondern muss extra produziert werden.

Das sollte in der ersten Dezemberwoche erledigt sein, klappte aber nicht. Vor Weihnachten dann das Versprechen: Am 7. Januar fährt der Aufzug wieder. „Das war natürlich besonders schlimm für meinen Mann, an Weihnachten nicht rauszukönnen“, sagt Renate Vogel. „Wir waren da aber ganz hoffnungsfroh und dachten uns, die zwei Wochen halten wir auch noch aus”.

Parkinson-Patient verpasst Termine beim Neurologen

Doch am versprochenen Termin passierte nichts. Frau Vogel steht in regem Kontakt mit der Hausverwaltung. Die seien freundlich und mitfühlend, aber die Termine würden nicht eingehalten. „Wir werden hingehalten“, spotkanie Renate Vogel. „Die neuen Termine glauben wir nicht mehr.”

Seitdem der Aufzug stillsteht, hat Anton Vogel einige Untersuchungen beim Neurologen verpasst. Auch Renate Vogel verlässt das Haus nur noch selten, und wenn dann erledigt sie gleich mehrere Dinge auf einmal, um sich die Treppen zu sparen. Vor zwei Wochen fiel sie erschöpft vor dem Haus hin und brach sich den Arm. Jetzt helfen die Nachbarn mit den Einkäufen und das tägliche Exemplar des Hamburger Abendblattes ziehen sie an einer Schnur durchs Treppenhaus nach oben.

Aufzug-Firma Otis schickt Monteur

Am vergangenen Montag sollte dann endlich alles gut werden. Die Firma Otis teilte mit, dass das eigens angefertigte Teil fertig sei, und der Aufzug spätestens Dienstag wieder fahren sollte. Es kam auch ein Konstrukteur in die Gustav-Leo-Straße, der das Teil einbaute.

Die Haushaltshilfe der Vogels konnte einmal mit ihren Einkäufen nach ganz oben fahren. Doch seitdem steht der Fahrstuhl wieder wciąż. „Dann muss es wohl doch am Fahrkorb liegen”, sagte der Konstrukteur zu Frau Vogel, bevor er wieder ging. Die Firma Otis sagte, sie suche nach den Ursachen. Wann Anton Vogel chciał wiedzieć czy frische Luft kann? Das bleibt ungewiss.

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